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Das Gesicht des Gesetzes

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  FOTO: SANDRA WAMERS

 

Warburg (sw). Türsteher und Kameras - auf totale Überwachung setzen weder das Team von der Warburger Polizei, noch die Pädagogen vom Jugenddorf Petrus Damian und der Petrus-Damian-Schule. Ihr Weg zur Bekämpfung der Jugendkriminalität läuft über eine ganz enge Vernetzung. Seit vier Jahren schon besteht zwischen den drei Institutionen eine Ordnungspartnerschaft.


"Wir haben unsere Kooperation stetig verbessert. Jetzt haben wir eine optimale Zusammenarbeit", betonte Gerd Thöne, Leiter der Warburger Polizeiwache gegenüber der Neuen Westfälischen. Optimal seien das Kontaktnetzwerk und der Austausch, die Dienstwege seien kürzer geworden: "Die Zeit zwischen der Straftat und der Reaktion hat sich arg verkürzt", so Bezirksbeamter Rudi Menne.
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Pädagogen und Polizisten tauschen sich aus und geben den Jugendlichen Feedback - am besten, bevor eine Situation entgleist. Prävention vor der Tat steht im Konzept der Institutionen ganz klar vor der Repression durch den Gesetzgeber. Für diesen vorbeugenden Ansatz kommt Bezirksbeamter Rudi Menne nahezu täglich ins Jugenddorf Petrus Damian. Er isst und spricht mit den Jugendlichen und berät sie bei Problemen. Man kennt sich - und das ist gut so.

"Das Gesetz hat jetzt ein Gesicht bekommen", sagte Annelene Wagemann, pädagogische Leiterin im Jugenddorf. Die Einsicht sei wichtig, dass die Polizei ein fester Bestandteil der Gesellschaft sei und nicht der böse Feind.

Es gehe um Einheit: "Wir wollen den Jugendlichen ein abgestimmtes Werteverständnis zeigen, um dadurch Orientierung zu geben", erklärt Elmar Schäfer, pädagogischer Leiter. Dazu gehöre es auch, bei deliquentem Handeln die Folgen und Konsequenzen aufzuzeigen - und das passiert mitunter im sechs Augengespräch mit dem Jugendlichen, dem Pädagogen und dem Polizisten.

Den Balanceakt zwischen pädagogischem Fingerspitzengefühl und juristischer Notwendigkeit verfolgen die drei Institutionen seit vier Jahren. "In Zahlen kann man das in dieser Zeit noch nicht messen", sagte Jugenddorf-Leiter Harald Schimek. "Aber die direkte Gewalt auf dem Schulhof ist weniger geworden - tendenziell hat sich die Lage sehr verbessert", sagte Leiter Michael Brockmeier von der Petrus-Damian- Schule.

Quelle: Neue Westfälische vom 29.04.2010

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