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Ein sportliches Gütesiegel |
Für unsere kleine Förderschule ist das ein großer Erfolg und eine Anerkennung unserer Arbeit«, freut sich Hartmut Peter, stellvertretender Schulleiter. Ende Januar werden Schüler und Lehrer im Düsseldorfer Landtag von Schulministerin Barbara Sommer offiziell ausgezeichnet. Schon vor zwei Jahren hatte sich die Petrus-Damian-Schule an dem damals erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt und war ebenfalls ausgezeichnet worden. Diesmal allerdings gehören die Warburger zu den Hauptpreisträgern, haben also noch eine Stufe mehr erklommen. Neben dem Gütesiegel gibt es dafür einen Geldpreis in Höhe von 1500 Euro.
Einer der Kernpunkte des Programms ist die so genannte Bewegungspause am Donnerstagvormittag. Zwischen 9.30 Uhr und 10 Uhr geht es in der Schule für Erziehungshilfe an der Warburger Landfurt nicht um Mathe, Deutsch oder Englisch. Dann stehen Tischtennis, Fußball, City-Roller und Geschicklichkeitsspiele ganz hoch im Kurs. Lehrer und Schüler bewegen sich gemeinsam. Jeweils ein Lehrer übernimmt eine der zwölf Stationen auf dem bewegungsfreudigen Schulhof - und macht auch selbst mit. Pädagoge Michael Schröder spielt in seiner Freizeit gerne Tischtennis, bietet also in der Bewegungspause den beliebten Tischtennis-Rundlauf an. »Manchmal gewinne ich, manchmal einer der Schüler. Aber das ist gar nicht wichtig. Es macht beiden Seiten einfach Spaß, die Pause so zu verbringen«, erzählt Schröder.
Nach dem Sport geht es zurück in die Klassenräume. »Dieser Rhythmuswechsel wirkt sich positiv auf das Lernverhalten der Schüler aus«, haben Hartmut Peter und seine Kollegen erkannt. Aus dem sechsmonatigen Pilotprojekt ist daher längst eine feste Einrichtung an der Schule geworden. »Wir überlegen sogar, ob wie die Bewegungspause noch ausbauen und zweimal wöchentlich anbieten«, berichtet Peter.
Ursprung des Projekts war vor gut sechs Jahren die Einrichtung einer Bewegungsklasse. Hier werden vor allem hyperaktive Kinder betreut. »Wir haben die positiven Erfahrungen aus der Bewegungsklasse auf die ganze Schule übertragen«, erklärt Peter. Die Bewegungspause gibt es seit zweieinhalb Jahren an der Petrus-Damian-Schule. Bei gutem Wetter werden die Stationen auf dem Schulhof aufgebaut, der fest mit einem Klettergerüst, Tischtennisplatten und Basketballkörben versehen ist. Bei schlechtem Wetter steht ein gut ausgestatteter Bewegungsraum zur Verfügung.
»Für unsere Schüler ist der Sport besonders wichtig. Hier wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt«, erklärt Peter. Zum umfangreichen Sportprogramm der Petrus-Damen-Schule gehören die Teilnahme an den Schulkreismeisterschaften in verschiedenen Disziplinen genauso wie eine zuletzt absolvierte Fahrradtour zur Nordsee oder ein Segelkursus.
Quelle: Westfalen-Blatt vom 08.12.2006
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